Kreisschule Aarau-Buchs: 5 Fragen / 5 Antworten

1. Es braucht keine Megaschule.

Die Kreisschule Aarau-Buchs wird zwar zu einer grösseren Schule als wenn Aarau und Buchs ihre Schulen getrennt organisieren. Doch die einzelnen geführten Schuleinheiten bleiben so übersichtlich wie sie heute sind. Für die Schülerinnen und Schüler sowie für die Lehrerinnen und Lehrer wird sich daher aufgrund der Grösse der Kreisschule nicht viel ändern. Es wird jedoch einfacher, gewisse Freifächer oder Musikunterricht auf einem speziellen Instrument anzubieten, da genügend Schüler vorhanden sind.

 

2. Es kann alles durch Verträge gelöst werden.

Leider Nein.  Wenn die Schulen Aarau und Buchs getrennt sind, müssen die Gemeinden den benötigten Schulraum innerhalb ihrer Gemeindegrenzen erstellen. Für Aarau bedeutet dies, dass eine Schulanlage in Aarau selber gebaut werden muss. Ein neuer Schulstandort ist aber weit und breit nicht in Sicht. Sollte der Oberstufenstandort in Küttigen aufgehoben werden, müssen diese Schülerinnen und Schüler zum grössten Teil in Aarau beschult werden. Damit wird sich die Schulraumknappheit in Aarau nochmals erheblich verschärfen.

Eine Vertragslösung ist bis anhin noch nicht angedacht worden. Ebenfalls ist derzeit völlig offen, wie der Stadtteil Rohr in die Schule Aarau integriert werden soll. Eine Vertragslösung bedeutet somit eine jahrelange Planungsunsicherheit für alle! Wir alle wissen, hinausgezogene Projekte kosten auf Dauer immer mehr. Das hat sich schon mehrfach gezeigt. Schliesslich ist auch unklar, ob die Gemeinde Buchs auch auf einer vertraglichen Basis mit Aarau zusammenarbeiten würde.

 

3. Ein finanzieller Mehrwert entsteht nur, weil in der Kreisschule die Anzahl Schülerinnen und Schüler pro Klasse erhöht werden.

Mit der Kreisschule Aarau-Buchs werden die Klassen nicht vergrössert. Zu Einsparungen führt jedoch die Tatsache, dass bei einer grösseren Schule die Schwankungen der Jahrgangsgrössen besser abgefedert  und die Schülerinnen und Schüler besser auf die bestehenden Abteilungen verteilt werden können.  Dies führt insgesamt zu einem langsameren Abteilungswachstum und entsprechend zu Einsparungen ohne dass dadurch die Klassengrösse erhöht wird.

 

4. Die Kreisschule bringt keinen pädagogischen Mehrwert.

Die Kreisschule ist das Grundgerüst oder das Gefäss, in welchem die Schule stattfinden wird.  Pädagogische Grundsätze werden grossmehrheitlich vom kantonalen Schulgesetz bestimmt und können nicht durch die Schulorganisation geändert werden. Auch der Alleingang der Schule Aarau und der Schule Buchs bringt keinen pädagogischen Mehrwert. Dies ist schlicht nicht Thema der Abstimmung am 21. Mai 2017.

 

5. Die Eigenständigkeit geht verloren

Im Gegenteil – die Bürger haben mehr Einfluss. Die Gemeinden nehmen durch die direkte Volkswahl ihrer Kreisschulräte (Legislative der Kreisschule) mehr Einfluss auf ihre Schule. Und sie bleiben auch direkt zuständig für den Schulhausbau. Die Liegenschaften bleiben im Eigentum der jeweiligen Gemeinde und werden an die Kreisschule vermietet. Auch für schulnahe Leistungen wie beispielsweise Tagesstrukturen sind immer noch die Gemeinden direkt zuständig. Sie bestimmen weiterhin Angebot, Tarife und Leistungen.